H. Pastor

abstrakte Malerei aus Berlin

Ein Berliner Künstler

Mit seiner dynamischen und reduzierten Malerei hat sich der 1951 geborene Maler H. Pastor in den letzten Jahrzehnten einen Namen in der Berliner Kunstszene gemacht. Seine Arbeit zeichnet sich durch große, ausdrucksstarke Pinselstriche aus, die die Leinwand dominieren und dem Betrachter ein Gefühl von Bewegung und Energie vermitteln. Sein Motto „Der Weg steht immer im Weg“ spiegelt seine Überzeugung wider, dass wahre Kunst nur dann entsteht, wenn man das Unbekannte und Unerwartete annimmt und sich nicht von vorgefassten Vorstellungen oder Plänen einschränken lässt. Daher zeichnet sich Pastors Arbeit dadurch aus, dass er seine Gemälden entstehen lässt, anstatt sie zu planen oder zu kontrollieren. Er arbeitet intuitiv mit reduzierten Farben und Formen und erreicht so eine minimalistische Ästhetik, die manchmal Unbehagen erzeugt, den Betrachter aber dadurch zum Nachdenken anregt.

Erfahren Sie mehr über den künstlerischen Werdegang von H. Pastor – von seinen Anfängen in Braunschweig bis zu seinem heutigen Schaffen in Berlin.

Das sagen Sammler über seine Kunst:

vergangene Ausstellungen

2025 - 2010

Sehr geehrte Besucherin, sehr geehrter Besucher,

Sie kennen dieses Gefühl vielleicht: Sie stehen vor einem Werk und fragen sich, was es Ihnen sagen will – oder ob es überhaupt etwas sagen will. Genau in diesem Moment beginnt für mich Kunst. Nicht im fertigen Verständnis, sondern in Ihrer persönlichen Reaktion. In Ihrem Zweifel, Ihrer Neugier, Ihrer Irritation.

 

Zwischen Werk und Wirkung

Kunst irritiert Sie manchmal? Mich auch. Sie fordert Sie heraus? Mich ebenso. Aber genau deshalb sind Sie hier – weil Sie bereit sind, sich auf etwas einzulassen, das nicht sofort gefällig ist. Etwas, das Ihre Wahrnehmung anstößt und Ihre eigenen Gedanken in Bewegung bringt.

Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, die zeitgenössische Kunst kritisch betrachten, weil sie nicht immer zugänglich ist. Oder Sie sind Sammler, der bewusst nach Werken sucht, die nicht nur Räume schmücken, sondern sie verändern. Vielleicht treten Sie diesem Text als neugieriger Betrachter gegenüber, vielleicht als erfahrener Kenner. Ganz gleich, welche Rolle Sie gerade einnehmen: Sie sind Teil dieses Dialogs.

Kunst jenseits des Dekorativen

Denn Kunst lebt nicht durch mich allein – sie lebt durch Sie. Durch Ihre Fragen, Ihre Erfahrungen, Ihre Interpretationen. Ein Werk wird erst dann zu Kunst, wenn es Sie erreicht, wenn es in Ihrem Raum, in Ihrem Alltag und in Ihrem Denken etwas auslöst.

Gerade deshalb interessiert mich die Grenze zwischen Kunst und Dekoration. Nicht aus akademischer Distanz, sondern aus Ihrer Perspektive: Was darf Kunst in Ihren Räumen auslösen? Darf sie provozieren? Darf sie stören? Darf sie Fragen stellen, die Sie vielleicht nicht erwartet haben?

Kunst als Resonanzraum

Zeitgenössische Kunst verlangt keinen Gehorsam. Sie verlangt Ihre Haltung. Sie fordert Sie auf, hinzusehen, sich einzulassen, Position zu beziehen. Und genau in diesem Moment – wenn Sie sich selbst im Dialog mit einem Werk wiederfinden – entsteht das, was ich als Kunst begreife: eine lebendige, aktive Beziehung zwischen Objekt und Betrachter.

Ob Sie schließlich irritiert sind, berührt oder inspiriert – entscheidend ist, dass Sie reagieren. Denn ohne Sie bleibt Kunst stumm.

Aktuelle Künstlerbroschüren 2025 - 2021

Text von Norbert Kaul aus einem Interview mit H. Pastor

Farbanmutungen im Vielklang

REFLEXIONEN IN SCHWARZ - WEISS - BUNT

PASTOR  bewegt sich als Maler und Konzeptarbeiter ambivalent zwischen den unterschiedlichsten Medien, wobei es ihm um einen wesentlichen Angelpunkt in der Kunst geht: Die Beziehung zwischen der Idee und dem künstlerischen Produkt.

Seit seinen künstlerischen Anfängen, bereits vor dem Studium, ging es ihm darum, Fragen zu stellen. Dies bewusst vor dem Hintergrund, keinerlei Antworten zu wissen oder zu erhalten.

PASTOR versucht das Feld der Kunst offen zu halten, im Sinne eines zielführenden Prozesses, in dem die Position des Künstlers wie des Beobachters ständig auf dem Prüfstand steht, wie auch der Begriff von Kunst und Kunstwerk selbst. Das konzeptionelle Ziel seiner Arbeit ist es, durch ganz unterschiedliche Blickwinkel, die auf gedanklicher, visueller, sprachlicher, bunter und/oder technisch, materieller Ebene einwirken, neue dynamische Beziehungen zwischen den Dingen, den Begriffen, den Räumen, den Bildern herzustellen.

So meint PASTOR„In meiner Arbeit kann ich eigentlich nur Fragen stellen. Mich hat immer schon interessiert, dass die Kunst nicht nur Ausdruck einer gewissen Bestätigung ist, sondern das Kunst auch etwas auslöst und in uns als visuelle Menschen – aber auch im Kopf – etwas entstehen lässt. Was ist das eigentlich? Was sehe ich da? Also, dass die Kunst die Frage impliziert.“

PASTOR  geht dabei von präzisen Ideen und Konzepten aus, für deren Formali-sierung er ein offenes System entwickelt hat, das es ihm erlaubt unterschiedliche Kontexte zu untersuchen, diese zu verschieben, oft auch ironisch zu hinterfragen und dadurch wieder neue Beziehungsgeflechte und Perspektiven herzustellen.

In einer philosophischen Terminologie könnte man auch von Perspektiven zweiter Ordnung sprechen, die uns erst eine Sicht auf den, auch metaphorisch gesprochen, blinden Fleck ermöglichen, der unserer Wahrnehmung und Erkenntnis entgangen ist. Perspektiven, die es uns ermöglichen, den Prozess des Beobachters zu reflektieren.

Bei PASTOR steht DER WEG IMMER IM WEG , ein Satz, den er nicht in Häkchen setzt, sondern bewusst als Credo seiner Arbeit in den letzten 15 Jahren versteht.

Der Weg stört ihn nicht, im Gegenteil, der Weg als Hindernis lässt ihn Lösungen finden. Er entwickelt und erarbeitet dabei Zeichen, die er auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Prozessen und zeitlichen Zusammenhängen in Szene setzt.

Er reflektiert in schwarz, weiß, bunt, genießt Farbanmutungen in ihrem Vielklang.

PASTOR„Das dahinter sehen ist essentiell! Ob Maler oder Forscher, man sieht plötzlich etwas. Man gewinnt eine neue Einsicht.“

Horst Schaefer/ H. Pastor Lebenslauf

1951

geboren in Braunschweig

1969 – 1975

kaufmännische Ausbildung und Wehrdienst

1982

Sommerakademie Salzburg – Malerei

1976 – 1981

Studium an der TU Braunschweig

1982 / 1983

Confederation Internationale d`Artistes, Venedig

1983 / 1984

Teilnahme an zahlreichen Gruppenausstellungen

1984 – 1986

Mitarbeit Kunstinitiative „WEGFALL“, München

Div. Studienreisen  im In- und Ausland

1989 – 1991

Art-Sabbatical

1991

Mitbegründer Galerie „ARTprotect“

1991 – 1992

Sommerakademie Salzburg – Malerei

1992 – 1995

Mitarbeit Künstlergruppe „Herrenlos“, Braunschweig

1994 – 1996

Projektentwicklung Aktion „Herrenlos an der Leine“, Braunschweig

1996 – 1999

Mitbegründer des Kunst- und Kulturzentrums „Galeriehof“ in Braunschweig

1998 / 1999

„WEGFALL und WEGGEFÄHRTEN“ Wanderausstellung in Deutschland, Schweiz, Österreich und Luxemburg

Umzug nach Berlin und  Kunst-Sommer-Tour

2000 / 2001

„Der Boden am See“  Bregenz, Konstanz, Lindau, St.Gallen

2001

Mitbegründer der Initiative „Zyklus Contemporary Projects Millenium“ ZCPM

Galerie ARTprotect Berlin-Pankow

2006

Bau und Gestaltung des ART-Beach in Berlin-Pankow

2006 – 2025

Erweiterung der Atelier- Arbeits- und Ausstellungsräume auf über 550 qm.

Diverse Kunstaktionen im In- und Ausland (siehe Ausstellungen)

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